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Lustig ist übrigens eine Geschichte aus dem Buchladen, wo Stadthonig vertrieben wird. Da kam (der schwarze) Mann wütend herein gestapft und plärrte, dass mein Honig zu günstig verkauft werde. Das gehe nicht. Man müsse mindestens zwölf Euro verlangen. Die Damen dort, weil kaufmännisch hart gesotten, nahmen ihm ein Glas zu 250 Gramm ab. Das verstaubte dann ein halbes Jahr im Regal, während der Absatz von Stadthonig aus dem Rosengarten florierte. Nach der besagten Zeit holte er es murrend wieder ab, ließ sich jedoch nicht entmutigen, sondern brachte 500 Gramm-Gläser, auf denen plötzlich Stadthonig zu lesen steht. Das Etikett ist aber fahl, die Farben wirken gedeckt und das Ganze ist selbstgestrickt. „Seids ihr wahnsinnig?“, sagte ich, und was einem in schwachen Augenblicken rausrutscht. Aber die Buchhändlerinnen antworteten trocken: „Das Zeug will eh keiner. Die Gläser stehen ewig herum, ohne dass einer Notiz von ihnen nimmt. Tatsächlich hatten die Schlauen seine Gläser im Regal hinterm Verkaufstresen nach hinten und in eine Ecke gerutscht, als handle es sich um eine unliebsame Bucherscheinung (Sarazzin), die leider nicht fehlen darf. Den echten Stadthonig aus dem Rosengarten betreffend, führten sie hingegen eine Liste der Personen, die sich namentlich angemeldet hatten, weil sie unbedingt ein Glas kaufen wollten. Der Engpass tritt vor allem im Frühjahr auf. Da will jeder erster sein, wenn der frische Honig auf den Markt geworfen wird. Und die Gläser stehen ohnehin vorne auf dem Tresen.

Bienenkästen


Wie an anderer Stelle bereits geschildert, kommen die Bienen, wenn sie in Styroporkästen überwintert haben, gut gerüstet und kräftig ins Frühjahr. Im Vergleich hatte ich sogar einen Holzkasten am Stand stehen. Die Bienen darin brauchten fast zwei Wochen länger. Und die Zargen, die drei Zentimeter dick sein sollten, sind schwer.
2015 entwickelten ein Freund und ich eine wirkliche Alternative zu den Styroporkästen. Das geschah 23 Jahre, nachdem ich mit der Bienenhaltung begonnen hatte. Ich hatte nicht aufgehört, mir den Kopf über dieses Thema zu zerbrechen. Dabei hatte das Styropor, das ich bis dahin als alternativlos übernommen gehabt hatte, längst in meine Betriebsweise Eingang gefunden. Doch ich war es zunehmend leid. Daher entwickelten wir die Holzkästen, deren Innenräume hohl waren. Selbst war ich aus Gesundheitsgründen nicht in der Lage, diese komplexen Gebilde zu bauen. Der Freund, Künstler und Schreiner, erstellte sie. Und im Frühjahr 2016 strich ich sie mit wasserfester Farbe und begann, sie allmählich einzusetzen. Doch wie ich feststellte, hatte Franz, der elf Jahre begraben lag, unsere sogenannte neue Idee seit vier Jahrzehnten in Grundzügen bereits verwirklicht gehabt. Er hatte ebenfalls mit Hohlräumen gearbeitet, nur hatte er diese wiederum mit Styropor ausgestopft.